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Hochschulen auskömmlich finanzieren

Blick in einen Hörsaal der TU CHemnitz
Blick in das Auditorum maximum, den mit 706 Plätzen größten Hörsaal der TU Chemnitz.  © TU Chemnitz / Dirk Hanus

Als Träger der Hochschulen stellt der Freistaat Sachsen die Grundfinanzierung der 14 staatlichen Hochschulen sicher. Rund 72 Prozent des Haushaltes für Wissenschaft und Kunst – in absoluten Zahlen über 1,5 Milliarden Euro pro Jahr – kommen 2019 und 2020 dem Hochschulbereich zugute.

Die Zuschussvereinbarung 2017 bis 2024 garantiert eine stabile Ausstattung von 9034 Vollzeitstellen und sichert deren Finanzierung über einen bundesweit einmalig langen Zeitraum. Insgesamt belaufen sich die Zuschüsse an die Hochschulen nach dieser Vereinbarung auf rund 694 Millionen Euro im Jahr 2019 und auf rund 707 Millionen Euro im Jahr 2020; das sind 14 bzw. 27 Millionen Euro mehr gegenüber 2018. Die in den letzten Jahren erzielte Verdopplung der Kapazitäten in der Lehramtsausbildung wird weiter finanziert. Zudem stehen pro Jahr 114 Millionen Euro aus Hochschulpaktmitteln des Bundes und den freigewordenen BAföG-Mitteln für die Hochschulen zur Verfügung. Sachsen nutzt die Entlastung des Bundes bei der Finanzierung des BAföG konsequent und vollumfänglich für die bessere Ausstattung der Hochschulen. Sie decken wichtige Investitionen für Großgeräte und Erstausstattungen, die Modernisierung der digitalen Infrastruktur, die finanzielle Verbesserung der Beschäftigungsverhältnisse sowie inklusive Maßnahmen. Aber auch die personelle Ausstattung der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften wird daraus mit 3,5 Millionen Euro unterstützt. Zur Sicherung der Lehramtsausbildung an der TU Chemnitz werden 29 Stellen entfristet. Verstetigt werden auch 7 bisher befristete Stellen für die Juristische Fakultät in Leipzig, um den weiteren Ausbau der Juristenausbildung zu sichern.

Die Universitätsmedizin in Sachsen steht auf hohem wissenschaftlichem Niveau. Für den laufenden Bedarf und wichtige Anschaffungen an den medizinischen Fakultäten und Universitätsklinika in Leipzig und Dresden sind im Jahr 2019 159 Millionen Euro und im Jahr 2020 163 Millionen Euro vorgesehen. Das sind rund 10 und über 13 Prozent im nächsten und übernächsten Jahr mehr als 2018. Damit wird auch der Investitionsbedarf der beiden Universitätsklinika– neben den großen Bauinvestitionen - mit jeweils 12 Millionen Euro pro Jahr sowie der beiden Medizinischen Fakultäten mit 2,5 Millionen Euro pro Jahr und Standort unterstützt. Das bedeutet seit 2015 eine Verdopplung der Investitionsmittel.

Für die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB), die Berufsakademie Sachsen, die Studentenwerke und die Evangelische Hochschule Sachsen (EHS) sind 77,4 Millionen Euro in diesem Jahr und 81,2 Millionen Euro im Jahr 2020 vorgesehen; das sind sieben bzw. reichlich zehn Millionen Euro mehr gegenüber 2018. Damit können unter anderem die Bezüge der 129 Professoren der Berufsakademie angehoben werden, um die Attraktivität der Professur an dieser für Sachsen wichtigen tertiären Einrichtung zu steigern. Aber auch der akademischen Ausbildung von Pflegekräften an der EHS kann so Rechnung getragen werden.

Die Studentenwerke sind als solidarische Einrichtung für das Leben und Wohnen der Studierenden unersetzlich. Mit der Erhöhung Investitionszuschüsse für die Studentenwerke auf 5 Millionen Euro im Haushaltsjahr 2019 und auf 7 Millionen Euro im Jahr 2020 kann der Investitionsstau in den Mensen weiter abgebaut werden. Seit 2015 ist es gelungen, die Zuschüsse von 5,6 Millionen Euro auf je 11 Millionen Euro in 2019 und 2020 zu erhöhen.

 

 

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