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Hochschulentwicklungsplan 2025

Mit der Unterzeichnung der Zuschussvereinbarung zwischen Staatsregierung und Hochschulen am 19.12.2016 wurde ein tragfähiges Fundament und ein außergewöhnlich langfristiger Finanzierungsrahmen geschaffen.  © Matthias Rietschel

Die Hochschullandschaft im Freistaat Sachsen ist vielfältig und breit aufgestellt. Zur langfristigen Sicherung der 14 staatlichen Hochschulen wurde, wie im Koalitionsvertrag 2014-2019 vereinbart, der Hochschulentwicklungsplan 2025 (HEP) beschlossen. Mit ihm haben die 14 staatlichen Hochschulen Sachsens langfristig Planungssicherheit. Er gilt von 2017 bis einschließlich 2024 und legt die strategischen Leitlinien der Hochschulpolitik fest.

Die Vereinbarung markiert einen Wechsel weg vom Kapazitätenabbau hin zu konstanter Ausstattung auf einem soliden finanziellen Niveau. Dadurch  kann eine hohe Qualität von Lehre und Forschung sowie ein gutes Betreuungsverhältnis an den Hochschulen gesichert werden. Erstmals seit 1990 gibt es keinen Stellenabbau.

Für die 14 staatlichen Hochschulen stehen pro Jahr 9034 Stellen zur Verfügung. Der Freistaat überweist den Hochschulen dafür laut Zuschussvereinbarung pro Jahr rund 600 Millionen Euro an Personalkosten. Zudem fließen für Sachkosten und Investitionen noch einmal rund 70 Millionen Euro jährlich. Mit der Zustimmung der Hochschulen zum Entwicklungsplan 2025 fällt, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, der ursprünglich beschlossene Abbau von 754 Stellen weg.

Die Hochschulentwicklungsplanung verzahnt das Studienangebot und die Forschungsfelder und stimmt sie landesweit aufeinander ab, so dass jeder Hochschulstandort für sich Profilierungsschwerpunkte setzen kann. Damit wird ein attraktives Studienangebot mit einem breitem Fächerangebot in 1765 Studiengängen bereitgehalten. Dabei wird die Stärkung der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften verstetigt und die hohe Quote von MINT-Fächern auf dem gegenwärtigen Stand von 44 Prozent gehalten. Die Bildungsstätten orientieren sich am Leitbild der inklusiven Hochschule. Der HEP fordert zudem erstmals von jeder Hochschule das Erstellen von Personalentwicklungs- und Gleichstellungskonzepten.

Im Rahmen der Daseinsvorsorge trägt der Freistaat Sachsen Verantwortung dafür, dass in wichtigen Berufen wie Lehrer, Mediziner, Apotheker, Juristen genügend Absolventen für die Erfüllung der öffentlichen Aufgaben zur Verfügung stehen. Dementsprechend wurde mit den Hochschulen vereinbart, dass jährlich mindestens 2000 neue Studienplätze für die Lehramtsausbildung zur Verfügung stehen. Die Zielwerte zu den Studienanfängerzahlen wurden inzwischen nochmals auf 2400 erhöht. Hierzu wurden mit der TU Dresden und der Universität Leipzig nochmals Ergänzungsvereinbarungen mit weiteren zusätzlichen Mitteln abgeschlossen.

»Mit dieser auch über die Dauer des aktuellen Doppelhaushalts hinaus geltenden Vereinbarung treten die Hochschulen in eine neue Entwicklungsetappe ein, die ihnen eine verlässliche Planung ermöglicht. Nach diesem gemeinsam mit den Hochschulen erreichten Abschluss konzentrieren wir uns nun darauf, die Qualität der Lehre zu verbessern, Inklusion und Digitalisierung weiter zu verbessern und die Exzellenz zu stärken«, so Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange.

 

 

 

 

 

 

 

 

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