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Vier Universitäten

Foyer Chemie-Neubau der TU Dresden
»Spektralsymphonie der Elemente« nennt Künstler Roland Fuhrmann sein künstlerisches Werk im Neubau der Chemischen Institute an der Technischen Universität Dresden. Fast 1500 Borosilikatglasstäbe hängen an verschieden langen Edelstahldrahtseilen in elf Reihen von der Decke des Atriums herab und bilden – versehen mit partiell lichtdurchlässigen Mineralfarbpigmenten – einen Farblichtraum, der 30 Meter lang, 3,35 Meter breit und 15 Meter hoch ist.  © TU Dresden/Eckhold

Vier leistungsstarke und traditionsreiche Universitäten gibt es im Freistaat Sachsen. Die Universitäten in Dresden, Leipzig, Chemnitz und Freiberg zeichnen ein breites Fächerangebot von Ingenieur-, Natur-, Geistes-, Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften aus.

»Wissen schafft Vielfalt« – so das Credo der TU Dresden. Die TU Dresden ist eine der größten Technischen Universitäten in Deutschland und eine der führenden und dynamischsten Hochschulen in Deutschland. Als Volluniversität mit 18 Fakultäten in fünf Bereichen offeriert sie ein weitgefächertes Angebot aus 121 Studiengängen und deckt ein großes Forschungs-Spektrum ab. Dazu gehören neben den mathematischen, technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen auch sämtliche Fächergruppen aus den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften sowie der Medizin. Damit hat die TU Dresden eines der breitesten Fächerspektren in Deutschland. Ihre Schwerpunkte Biomedizin und Bioengineering, Materialwissenschaften, Informationstechnik und Mikroelektronik sowie Energie und Umwelt gelten bundes- und europaweit als vorbildlich.  International hat sich die TU Dresden einen guten Ruf erarbeitet, etwa jeder achte Studierende kommt aus dem Ausland. Heute sind hier etwa 11 300 Beschäftigte aus 70 Ländern tätig.

Die TU Dresden hat in diesem Jahr ihren Titel als Exzellenz-Universität verteidigt. Die TU Dresden gehört damit zum Kreis der elf deutschen Exzellenz-Universitäten, die ab 1. November 2019 eine dauerhafte Förderung im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder erhalten. Hier erfahren Sie mehr dazu.

Sie ist Zentrum des 2010 gegründeten Wissenschaftsverbundes »DRESDEN-concept« – einem Zusammenschluss von 28 Partnern aus Wissenschaft und Kultur, darunter die außeruniversitären Forschungseinrichtungen der Max-Planck- und der Fraunhofer-Gesellschaft, der Leibniz- und Helmholtz-Gemeinschaft sowie die forschenden Kultureinrichtungen aus Dresden.

Als einzige der neun führenden Technischen Universitäten bietet die TU Dresden grundständige Diplomstudiengänge an. Der Dipl.-Ing. gilt weltweit als Qualitätsabschluss. Vorrangig in den Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften können die klassischen, universitären Diplom-Studiengänge absolviert werden.

Der Hauptcampus befindet sich in der Dresdner Südvorstadt und liegt innenstadtnah. Die Lebenswissenschaften und die Medizin prägen den Campus Johannstadt. Das Institut für Abfallwirtschaft und Altlasten ist in Pirna-Copitz angesiedelt und die angehenden Forstwissenschaftler studieren zwischen Osterzgebirge und Sächsischer Schweiz in Tharandt.

Die TU Dresden ist seit 2007 als familiengerechte Hochschule zertifiziert, so dass Studieren mit Kind gut funktioniert. Das Campus-Büro »Uni mit Kind« als Kooperationseinrichtung von Studentenwerk und TU Dresden umsorgt studentische Eltern von der Kinderbetreuung über Kurse und Workshops bis hin zur flexiblen Kurzzeitbetreuung.

TU Dresden

Die Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus  bietet mit den Studiengängen Medizin, Zahnmedizin, Public Health und Medical Radiation Sciences fachliche Breite und akademische Vielfalt. Über 2500 Studierende sind in diesen Fächern in Dresden eingeschrieben. Internationaler Austausch ist Voraussetzung für herausragende Lehre und Spitzenforschung – die Hochschulmedizin Dresden lebt diesen Gedanken mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus 73 Nationen sowie zahlreichen Kooperationen mit Wissenschaftlern und Teams in aller Welt. Ihre innovative, patientennahe Lehre und die international sichtbare Spitzenforschung kann die Fakultät nur durch die enge Kooperation mit dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus realisieren. Das hervorragende wissenschaftliche Umfeld in Dresden und die zahlreichen internationalen Kooperationen sind weitere wesentliche Faktoren für die positive Entwicklung der Dresdner Hochschulmedizin.

Wegbereiterin seit 1409 – Mehr als 150 Studiengänge von A wie Afrikanistik bis Z wie Zahnmedizin, 14 Fakultäten mit über 150 Instituten, 29 000 Studierende, davon 3500 aus dem Ausland – das ist die 1409 gegründete Universität Leipzig heute. Nobelpreisträger wie Werner Heisenberg, Gustav Hertz und Wilhelm Ostwald stehen für die große Tradition der Universität. Berühmte Alumni sind Johann Wolfgang von Goethe, Richard Wagner und Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Dort, wo 1968 die Universitätskirche St. Pauli gesprengt wurde, zieht jetzt extravagante Architektur das Studentenleben in die Innenstadt. Das am 1. Dezember 2017 feierlich eröffnete Paulinum (Aula – Universitätskirche St. Pauli) greift die jahrhundertealte Universitätstradition an diesem Ort auf. Der größte Universitätsneubau seit der deutschen Wiedervereinigung beherbergt auch zahlreiche Kunstgegenstände, die aus der wechselvollen Universitäts­geschichte erzählen und an große Gelehrte und Leipziger Studierende wie Lessing, Leibniz oder Goethe erinnern. Im Neuen Augusteum befindet sich der größte Hörsaal der Universität – 800 Studierende finden hier Platz – mit zwei Kabinen zum Teledolmetschen, die dem Audimax direkt zugeschaltet werden können.

Frisch saniert bietet auch das Hörsaalgebäude unweit des legendären Studentenclubs Moritzbastei nicht nur 21 Hörsälen mit insgesamt 2600 Sitzen, sondern auch der Campus-Bibliothek Platz. Literatur der Wirtschaftswissenschaften, Mathematik, Informatik sowie der Kommunikations- und Medienwissenschaft steht hier sieben Tage die Woche rund um die Uhr bereit. Noch mehr Wissen offeriert die altehrwürdige Bibliotheca Albertina in der Beethovenstraße.

Vielfältige Kooperationsbeziehungen mit ausländischen Partnerhochschulen und ein international ausgerichtetes Studienangebot machen Leipzig zu einem weltweit attraktiven Hochschulstandort. Die Universität steht im Austausch mit 477 Hochschulpartnerschaften weltweit, davon sind 377 Erasmus+ Partner. Erstklassig vernetzt arbeiten Leipziger Doktorandinnen und Doktoranden. In der 2006 gegründeten Research Academy Leipzig sind alle strukturierten Promotionsprogramme der Universität Leipzig zusammengeführt. Über Fächergrenzen hinweg forschen angehende Post-Docs gemeinsam.

Die traditionelle Vielfalt der Fächer ist auch Grundlage für interdisziplinäre Forschung auf Spitzenniveau. Nach dem Modell des Leipziger Wegs soll die Vielfalt der Forschungsansätze der Universität Leipzig bis 2025 in drei Forschungszentren (integrative centres) gebündelt werden. Vorreiter dieser Strategie ist das bereits etablierte Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv). Nach diesem Modell soll auch die Leipziger Spitzenforschung zu den Themen Fettleibigkeit als Zivilisationserkrankung (iOb) und Auswirkungen von Globalisierungsprozessen und -projekten (iGlobe) organisiert werden. In zahlreichen DFG-Sonderforschungsbereichen, Graduiertenkollegs und Forschergruppen sowie großen EU- und BMBF-geförderten Verbundprojekten entwickeln sich neue Forschungsthemen, die das Profil der Universität Leipzig mit ihren drei strategischen Forschungsfeldern Veränderte Ordnungen in einer globalisierten Welt, Intelligente Methoden und Materialien sowie Nachhaltige Grundlagen für Leben und Gesundheit weiter schärfen.

In den studentischen Alltag schnuppern, das geht auf der Seite leipzig-studieren.de  oder via YouTube ganz leicht. Studierende verschiedener Fachrichtungen berichten hier regelmäßig von ihrem Studienalltag – ob als Erstsemester, Studierende mit Kind oder als Studierender mit Handicap.

Universität Leipzig

Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) blickt gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät als zweitälteste deutsche Universitätsmedizin auf eine reiche Tradition zurück. Heute verfügt das Klinikum mit 1450 Betten über eine der modernsten baulichen und technischen Infrastrukturen in Europa. Jährlich werden hier Patientinnen und Patienten auf höchstem medizinischen Niveau behandelt. Diese profitieren von der innovativen Forschungskraft der Wissenschaftler, indem hier neueste Erkenntnisse aus der Medizinforschung schnell und gesichert in die medizinische Praxis überführt werden.

Die Medizinische Fakultät  ist heute mit über 100 Professorinnen und Professoren die größte von insgesamt 14 Fakultäten. Sie ist Ausbildungsstätte für rund 3000 Studierende der Human- und Zahnmedizin. Darüber hinaus ist sie eine der größten Forschungseinrichtungen Sachsens und mit nahezu allen Wissenschaftsbereichen der Medizin befasst. An ihr wird auf internationalem Niveau geforscht. Enge Kooperationen bestehen sowohl zu benachbarten Fakultäten als auch zu anderen Forschungseinrichtungen – optimale Voraussetzungen gleichermaßen für Studierende, Lehrende und Wissenschaftler.

Im Jahr 1836 als »Königliche Gewerbschule« gegründet ist die Technische Universität Chemnitz heute die drittgrößte Hochschule in Sachsen. Aktuell studieren 10 400 junge Frauen und Männer aus mehr als 90 Ländern an der TU Chemnitz. Mit etwa 2300 Beschäftigten in Wissenschaft, Technik und Verwaltung ist die TU Chemnitz einer der wichtigsten Arbeitgeber in der Region. In Forschung und Lehre steht sie für die drei Kernkompetenzen  »Materialien und Intelligente Systeme«, »Ressourceneffiziente Produktion und Leichtbau« sowie »Mensch und Technik«, in denen wichtige Fragestellungen der Zukunft bearbeitet werden. Zentrales Thema wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen ist dabei die Wertschöpfung, deren Einflussfaktoren sich insbesondere durch Megatrends wie Globalisierung, demografische Entwicklung und Ressourcenverfügbarkeit ergeben.

Einige der in Chemnitz angebotenen über 100 Studiengänge gibt es nur hier. Im Wintersemester 2018/19 startete z. B. der neue Masterstudiengang Semiotik und Multimodale Kommunikation (SeMuKo). Dabei werden Zugänge zur Untersuchung von Rede und Geste in der Alltagskommunikation ebenso wie von Sprache und Bild in Print- und audiovisuellen Medien, in der internetbasierten Kommunikation bis hin zu Computerspielen und Virtual-Reality-Anwendungen vermittelt. Dies stellt ein deutschlandweit einzigartiges Profil dar.

Gute Voraussetzungen für den Sprung vom Hörsaal in die Selbstständigkeit bieten das Gründernetzwerk SAXEED  an der TU und das Technologie Centrum Chemnitz, mit deren Hilfe seit 2002 etwa 235 Ausgründungen mit mehr als 1000 Arbeitsplätzen generiert wurden. Auch deshalb gilt die TU Chemnitz als eine der besten Gründerhochschulen in Deutschland.

Vernetzung wird an der TU Chemnitz groß geschrieben - im wirtschaftlichen, wissenschaftlichen, kulturellen, sportlichen oder sozialen Umfeld. Ein Beispiel ist der Smart Systems Campus, der 2009 in unmittelbarer Nähe zum Universitätscampus entstand. Zu ihm gehören der Neubau des Instituts für Physik der TU mit einem Reinraum des Zentrums für Mikrotechnologien, das Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS , ein  »Start up«-Gebäude sowie Gewerbeflächen. Auf internationaler Ebene kooperiert die Chemnitzer Universität mit 130 Partnereinrichtungen auf allen Kontinenten. Dazu zählt auch das internationale Universitätsnetzwerk »Academic Consortium for the 21st Century«  AC21

TU Chemnitz

Vier Kernfelder – Geo, Material, Energie und Umwelt – geben der Technischen Universität Bergakademie Freiberg ihr einmaliges und unverwechselbares Profil: von der Erkundung neuer sowie heimischer Lagerstätten über die Entwicklung alternativer Energietechniken und Werkstoffe bis hin zum Recycling. Bis ins Jahr 1765 reichen die Wurzeln der TU Bergakademie Freiberg zurück. Damit zählt die Universität bereits über 250 Jahre und ist die älteste montanwissenschaftliche Hochschule der Welt.

Heute ist die Technische Universität Bergakademie Freiberg eine internationale Hochschule mit einem weltweiten Lehr- und Forschungsnetzwerk. Hier studieren und lehren Menschen aus den verschiedensten Teilen der Erde. Sie richtet sich als Ressourcenuniversität bei Forschung und Lehre unter anderem daran aus, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit den endlichen Ressourcen dieser Erde erreicht werden kann. Dafür entwickeln sechs Fakultäten effiziente und alternative Technologien für Rohstoffgewinnung, Energietechniken, Werkstoffe und Recyclingverfahren und tragen maßgeblich zur Lösung ökonomischer und ökologischer Herausforderungen bei.

Mit den Ingenieur-, Natur-, Geo-, Material- und Wirtschaftswissenschaften vereint die Hochschule alle Bereiche der modernen Rohstoffforschung im Grundlagenbereich und der anwendungsorientierten Forschung. Aktuell sind etwa 4000 Studierende in 66 Studiengängen eingeschrieben. Von den 35 Masterstudiengängen sind elf englischsprachig; zudem bietet die Bergakademie nicht nur 14 Studiengänge, die mit dem Diplom abschließen, sondern auch einzigartige Studienmöglichkeiten. So greift beispielsweise der Studiengang >Internet der Energie< aktuelle Themen der nachhaltigen Energiewirtschaft auf und verbindet diese mit den neuesten Digitalisierungstechnologien. Die enge Kooperation mit Unternehmen bringt den Studierenden den Vorteil, Praktika und Belegarbeiten bis hin zur Industriepromotion absolvieren zu können. Mit den eigenen Forschungs- und Lehrbergwerken »Reiche Zeche« und »Alte Elisabeth« verbindet die Bergakademie Theorie und Praxis. Hier fahren die Studierenden traditionell selbst ein und wenden Wissen ganz praktisch und interdisziplinär an.

Durch ihre intensiven Kooperationen mit der regionalen und nationalen Industrie sowie Unternehmen weltweit zählt die Bergakademie zu den forschungsstärksten Universitäten in Deutschland. Eng arbeitet die Universität auch mit dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie zusammen, das zum renommierten Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf gehört. Seit Jahren hat die Hochschule eine Spitzenposition inne, wenn es um die Einwerbung von Drittmitteln geht.

TU Bergakademie Freiberg

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