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Fünf Hochschulen für Angewandte Wissenschaften

Studierende üben Gebärdensprache
Hörgeschädigte Menschen treffen im Alltag immer wieder auf Situationen, in denen sie in der Kommunikation mit Hörenden an Grenzen stoßen. Gebärdensprachdolmetscher haben die Aufgabe, genau diese Barrieren zu überbrücken. An der Westsächsischen Hochschule Zwickau können Studierende das Diplom im Studiengang Gebärdensprachdolmetschen erhalten.  © SMWK / Floss

Wer sich ein praxisnahes Studium wünscht, ist bei einer der fünf Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Sachsen richtig. Hier können Studierende einen Hochschulabschluss auf dem Gebiet der Ingenieur-, Wirtschafts-, Medien- und Sozialwissenschaften oder auch auf künstlerischem Gebiet erreichen. Zulassungsbedingungen sind: allgemeine Hochschulreife (Abitur), Fachhochschulreife, fachgebundene Hochschulreife, Meisterprüfung (fachbezogen) oder eine durch die jeweilige Hochschule als gleichwertig anerkannte Vorbildung, bei einem Masterstudiengang ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss und je nach Studienordnung fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen.

Vor 150 Jahren als private technische Lehranstalt für Maschinenbauer gegründet, ist die Hochschule Mittweida heute mit einem Profil von Ingenieur-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften bis hin zu Medien und Sozialer Arbeit breit aufgestellt. Wie in den Anfängen ist die Hochschule Mittweida eine weltoffene Hochschule mitten in der Stadt. 6900 Studierende sind in mehr als  50 Studiengängen an fünf Fakultäten eingeschrieben. Typisch für Mittweida sind anwendungsnahe und interdisziplinäre Studiengänge. Manches gibt es so auch nur hier wie »Allgemeine und Digitale Forensik« oder das crossmediale »Medienmanagement«.

Auch in Wissenstransfer und Forschung ist die Hochschule Mittweida stark. Exzellenzbereiche der Hochschule Mittweida sind die Laserforschung und die Digitale Forensik. Im Jahr 2016 wurde der Neubau des »Laserinstitut Hochschule Mittweida« fertiggestellt – als erster und einer von bislang nur drei exzellenten Forschungsneubauten an Fachhochschulen, an denen sich der Bund finanziell beteiligt hat. Die IT-Forensik- Spezialisten der Hochschule Mittweida arbeiten seit 2017 mit dem Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) in Darmstadt bei Forschung und Weiterbildung zusammen.

Das im Jahr 2014 eröffnete Zentrum für Medien und Soziale Arbeit gehört zu den modernsten akademischen Ausbildungszentren Europas im Medienbereich. Verteilt auf 5700 Quadratmetern und vier Etagen finden sich hier neben Hörsälen und Seminarräumen ein hochmodernes Fernsehstudio, Tonstudios und der hochschuleigene Radiosender »99drei Radio Mittweida«. Der sendet nicht nur für den Campus, sondern rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche für die Stadt und ist damit der einzige von Studierenden betriebene Lokalsender Deutschlands. Viele weitere Produktionen und Events machen das Medienstudium in Mittweida einzigartig praxisnah.

Als eine der ersten Partnerhochschulen des Spitzensports in Deutschland bietet die Hochschule Mittweida Leistungssportlern besondere, an Trainings- und Wettkampfzeiten angepasste, Studienbedingungen.  

Hochschule Mittweida

Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) vereint praxisorientierte Lehre und anwendungsnahe Forschung. Regionales Alleinstellungsmerkmal ist ihr breites ingenieurwissenschaftlich-technisches Profil. Mehr als 40 Studiengänge der Ingenieurwissenschaften, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, angewandten Medien- und Informationswissenschaften sowie Informatik und Mathematik ermöglichen eine wissenschaftlich fundierte und praxisorientierte Ausbildung.

Langfristige und vielfältige Kooperationen mit Unternehmen aus der Region, Deutschland und Europa sowie zahlreiche eingeworbene Forschungsprojekte belegen die Leistungsstärke der Hochschule. Mit einem Drittmittelaufkommen von mehr als zehn Millionen Euro gehört die HTWK Leipzig zu den forschungsstärksten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Deutschland. Knapp 80 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler der Hochschule promovieren in kooperativen Verfahren.

Die Hochschule wurde 1992 neu gegründet. Die Traditionslinien ihrer Vorgängereinrichtungen in Leipzig – Technische  Hochschule, Bauhochschule, Lehrstätten für Bibliothekare, Buchhändler und Museologen – reichen  in direkter Linie bis in das Jahr 1838 zurück. Nach 1992 wurden die Bereiche Wirtschaftswissenschaften und Sozialwesen neu hinzugefügt.

Die Profillinien der HTWK Leipzig bündeln die Lehr- und Forschungskompetenzen der Hochschule in »Bau & Energie«, »Ingenieur & Wirtschaft«, »Life Science & Engineering« sowie »Medien & Information«. Die Hochschule bekennt sich damit zur Einheit von Lehre und Forschung.

An der HTWK studieren 6000 Studierende.

Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

»Praktisch mehr erreichen« lautet das Motto der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Lehre und Forschung sind an der HTW Dresden eng miteinander verbunden und stark praxisorientiert. Die Studierenden können sich schon früh an Forschungsprojekten beteiligen, sie profitieren von engen Kontakten zu Industriepartnern und haben darüber hinaus die Möglichkeit, im Rahmen von kooperativen Promotionsverfahren zu promovieren.

Die Forschung an der HTW Dresden orientiert sich vor allem an den vier Profillinien Mobilsysteme und Mechatronik, Nachhaltige Lebensgrundlagen, Informationssysteme, Unternehmensführung und Gründung. Mit ihrer anwendungsorientieren Forschung ist die Hochschule ein wichtiger Partner insbesondere von mittelständischen Unternehmen in Sachsen und sehr gut vernetzt mit den zahlreichen Technologie- und Forschungszentren des Wissenschaftsstandorts Dresden.
Die Gründungsschmiede der HTW Dresden unterstützt junge Start-ups aus dem Umfeld der Hochschule bei der Entwicklung innovativer Geschäftsideen und vermittelt Kontakte zu Kooperationspartnern in Wirtschaft und Industrie.

Neben hervorragenden Studienbedingungen und einer erstklassigen Ausbildung erwartet die Studierenden in Dresden ein Umfeld mit hoher Lebensqualität, Kunst und Kultur, tollen Freizeitangeboten und einer herrlichen Landschaft.
Die an der HTW Dresden erworbenen Abschlüsse genießen große Anerkennung bei Unternehmen sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen. Das belegen nicht nur aktuelle Studien und Hochschulrankings, sondern vor allem die erfolgreiche Vermittlung der Absolventen in die Praxis. 

An der HTW studieren 4500 Studierende.

Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden

Die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) geht auf die 1897 gegründete Ingenieurschule Zwickau zurück, die sich um den Bereich Kraftfahrzeugtechnik verdient gemacht hat. Auch heute nimmt die Technik einen großen Stellenwert an der Fachhochschule ein. Die Bereiche Wirtschaft, Sprachen, Gesundheit und Gestaltung sind zusätzliche Säulen, auf denen das Studium an der WHZ fußt. Etwa 4000 Studierende sind derzeit in einem der 50 Studiengänge an acht Fakultäten eingeschrieben. Ungefähr 300 von ihnen kommen aus dem Ausland. Junge Leute aus knapp 50 Ländern entscheiden sich jedes Jahr für ein Studium an der WHZ. Neben den Bachelor- und Masterabschlüssen verleiht die Hochschule weiterhin das Diplom. 15 Studiengänge schließen damit ab. Dazu zählen unter anderen die Fachrichtungen Maschinenbau, Kraftfahrzeugtechnik und Wirtschaftsingenieurwesen.

Die technischen Studiengänge werden von einem gestalterischen und interkulturellen Studienangebot ergänzt. Das Studium der Wirtschaft wird zum Beispiel mit einer Fremdsprache kombiniert, wobei Französisch, Spanisch/Portugiesisch oder Chinesisch zur Auswahl stehen. Pflege- und Gesundheitsmanagement und Gebärdensprachdolmetschen erweitern das Spektrum.

Neben Zwickau betreibt die Hochschule Standorte im erzgebirgischen Schneeberg und in den vogtländischen Städten Reichenbach und Markneukirchen. Studenten der Studiengänge Holzgestaltung, Modedesign und Textilkunst/Textildesign studieren an der Fakultät Angewandte Kunst in Schneeberg. Angehende Musikinstrumentenbauer erlernen ihr Handwerk in Markneukirchen und im Reichenbacher Hochschulteil sitzt das Institut für Textil- und Ledertechnik, das voraussichtlich im Jahr 2020 nach Zwickau umziehen wird.

Seit Jahren nehmen Zwickauer Studenten erfolgreich am internationalen Konstruktionswettbewerb »Formula Student« teil. Dabei planen, bauen und fahren sie ein eigenes Rennauto.

Westsächsische Hochschule Zwickau

»Studieren ohne Grenzen«: Es gibt kaum bessere Studienorte, um ein solches Motto Wirklichkeit werden zu lassen als die Städte Zittau und Görlitz. Geprägt durch die Einbettung ins Dreiländereck Deutschland, Tschechien und Polen erwartet die Studierenden eine praxisnahe Ausbildung. Die Hochschule überzeugt durch intensive Betreuung, moderne Ausstattung und zahlreiche Kontakte zu regionalen, nationalen und internationalen Unternehmen und Einrichtungen. Das sind optimale Voraussetzungen für ein effektives Studium und sehr gute Berufsaussichten. Die hohe Vermittlungsquote der Absolventinnen und Absolventen ist ein Beweis dafür.

Die beiden Standorte sind etwa 36 Kilometer voneinander entfernt. Über 450 Beschäftigte, davon etwa 120 Professorinnen und Professoren, kümmern sich um die rund 2900 Studierenden, die in den mehr als 40 Studiengängen der Ingenieur-, Natur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an sechs Fakultäten eingeschrieben sind. Internationalität ist eine Säule der Hochschule. Sie unterhält zu insgesamt 122 Hochschulen in 38 Ländern Partnerschaften: von Südafrika bis in die USA, von Mexiko über Großbritannien bis nach Russland und China.

Dazu gehört auch das weltweit einzigartige trinationale Hochschulnetzwerk »Neisse University«. Das englisch-sprachige Bachelorstudium in diesem Netzwerk beginnt in der Tschechischen Republik, findet im zweiten Jahr in Polen statt und endet in Deutschland. Integraler Teil des Studiums ist ein Praktikum, das in jedem Land der Welt durchgeführt werden kann. Wer sich mit der Vielfalt der Kommunikation und deren Auswirkungen auf Individuen und Gruppen befassen möchte, kann am Standort Görlitz Kommunikationspsychologie studieren – ein in Deutschland einzigartiger Bachelorstudiengang. Auch der Studiengang Soziale Gerontologie ist selten. Gleiches gilt für die interdisziplinären Studiengänge Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, Ökologie und Umweltschutz sowie Integrative Managementsysteme.

Zwei Abschlüsse mit einem Studium – das ist mit dem einzigartigen Masterstudiengang Mechatronik möglich. Er schließt mit einem Doppelabschluss gemeinsam mit der Technischen Universität in Liberec ab. Neben den Diplom-, Bachelor- und Masterstudiengängen bietet die Hochschule mit dem Kooperativen Studium mit integrierter Ausbildung die Möglichkeit, ein Studium mit einer Berufsausbildung zu verknüpfen.  

Hochschule Zittau/Görlitz

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