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Barrierefreies Studium

»Sensibilisierung ist wichtig, denn Inklusion beginnt im Kopf. Sie beginnt damit, dass Menschen verstehen, dass es Barrieren gibt, die einige Menschen nicht ohne weiteres nehmen können.«

Dr. Eva-Maria Stange, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst
Titel des Flyers
»So studiert es sich mit Handicap« heißt ein Flyer, den das Wissenschaftsministerium mit Brailleschrift herausgegeben hat. Bestellungen bitte über presse@mwk.sachsen.de  © SMWK

Elf Prozent der Studierenden haben eine studienrelevante Beeinträchtigung. Nur bei vier Prozent von ihnen ist die gesundheitliche Beeinträchtigung auf Anhieb wahrnehmbar. Das heißt im Umkehrschluss: Die große Mehrheit der Studierenden mit Beeinträchtigungen bleibt unerkannt, wenn sie es will. Dies geht aus einer im 2018 veröffentlichten Studie  des Deutschen Studentenwerks (DSW) und des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschafts­forschung (DZHW) hervor, für die rund 21000 Studierende mit studienrelevanten Beeinträchtigungen von 153 Hochschulen online befragt wurden.

Nichtsichtbarkeit der Beeinträchtigung: Das trifft vor allem auf die Gruppe der Studierenden mit psychischen Erkrankungen zu, mit chronisch-somatischen Erkrankungen und Teilleistungsstörungen, wie beispielsweise Legasthenie. Aber auch Studierende mit Mehrfachbeeinträchtigungen, mit Sinnes- und Bewegungsbeeinträchtigungen können dazugehören.

Die 14 staatlichen Hochschulen und die Berufsakademie Sachsen werden seit 2015 jährlich mit 2 Millionen Euro  unterstützt, um die Situation von Mitarbeitern und Studierenden mit Behinderungen zu verbessern. Viele größere und kleinere Projekte haben damit Studium und wissenschaftliches Arbeiten für Menschen mit Beeinträchtigung erleichtert.

Für alle gleich ist das kostenlose Beratungsangebot an jeder sächsischen Hochschule und bei den vier Studentenwerken. Das Wichtigste ist, aktiv Rat zu suchen. Schon für Schüler gilt, möglichst zeitig – am besten sechs bis neun Monate vor Studienbeginn - zur Beratung zu gehen, damit alles geregelt werden kann.

Gut beraten, guter Abschluss – so klappt das Studium mit Handicap:

  • Studierende mit Handicap können gleichberechtigt studieren.
  • Kostenlose Beratungsangebote gibt es an allen sächsischen Universitäten, Hochschulen und Studentenwerken.
  • Die Beratungen helfen auch bei Handicaps, die erst während des Studierens auftreten.
  • Das Wichtigste ist, aktiv Rat zu suchen.
  • Für alle Probleme finden die Berater individuelle Lösungen.
  • Nachteilsausgleiche regeln chancengleiches Studieren.
  • Kommunikation ist das A und O.
  • Beratungsangebote gelten auch für SchülerInnen vor bzw. Absolventen nach dem Studium.
  • Weitere Infos gibts auch unter http://www.barrierefrei-studieren.de/

 

 

 

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