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Studienerfolg erhöhen

Zwei Studierende der Hochschule Zittau/Görlitz.
Studierende der Hochschule Zittau/Görlitz.  © SMWK / Stephan Floss

Für ein erfolgreiches Studium: Die 14 sächsischen Hochschulen werden seit dem Wintersemester 2015/16 mit zusätzlichen Mitteln für Projekte unterstützt, die den Studienerfolg verbessern helfen. Waren dafür zunächst aus Hochschulpaktmitteln 56 Millionen Euro eingeplant, wurde diese Summe im Jahr 2018 um 20 Millionen Euro auf 76 Millionen Euro erhöht. Die Laufzeit für die Projekte im Rahmen des Hochschulpakts 2020 wurde bis 2023 verlängert.

Mit diesen Mitteln werden die Hochschulen bei ihrem Ziel unterstützt, die Studierenden zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Es geht darum, Studienabbruch vorzubeugen, möglichst innerhalb der Regelstudienzeit zu studieren und ein hohes fachliches Niveau zu erreichen. Da die Voraussetzungen der Studierenden oftmals sehr unterschiedlich sind, ist das für die Hochschulen eine große Herausforderung. Gefördert werden beispielsweise Brückenkurse, Übungen und Einführungsvorlesungen in Fächern, die eine hohe Barriere für Studierende darstellen, wie z. B. Mathematik und Physik, Tutorien durch Studierende höheren Semesters, Mentoring durch Berufstätige und ehramtlich Tätige, Studienmodelle, die frühzeitige Praxiserfahrungen ermöglichen oder Maßnahmen zur besseren Integration ausländischer Studierender.

Mit dem Abschluss der Bund-Länder-Vereinbarung über den Zukunftsvertrag »Studium und Lehre stärken« vom 6. Juni 2019 wurde ein dauerhaftes Nachfolgeprogramm zum Hochschulpakt 2020 aufgelegt. Ziele des Zukunftsvertrags sind eine flächendeckend hohe Qualität von Studium und Lehre, gute Studienbedingungen in der Breite der deutschen Hochschullandschaft sowie der bedarfsgerechte Erhalt der Studienkapazitäten. Für den Freistaat Sachsen kann (mit der Auslauffinanzierung des Hochschulpaktes) mit Bundeszuweisungen auf dem gleichen Niveau wie aus dem Hochschulpakt in den vergangenen Jahren gerechnet werden. Damit ist nun auch langfristig auch die Finanzierung Studienerfolgsprojekten gesichert.

Auch aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) werden Studienerfolgsprojekte der sächsischen Hochschulen und der Berufsakademie Sachsen gefördert. Das Augenmerk liegt vor allem auf Studierendengruppen und auf Studiengängen, in denen Studienabbrüche besonders häufig vorkommen. Die ESF-geförderten Projekte geben den Hochschulen und der Berufsakademie die Chance, verschiedene Konzepte und Methoden, neue Maßnahmenformate und spezifische Formen der Zielgruppenansprache zu entwickeln und auszuprobieren. Im Anschluss werden die Erkenntnisse und die geeigneten Ansätze in die regulären Studienerfolgsmaßnahmen der Hochschulen und der Berufsakademie überführt. Aus dem ESF im Freistaat Sachsen stehen im Rahmen der Förderperiode 2014-2020 für Studienerfolgsprojekte, die über das Ende der Förderperiode hinaus bis 2022 laufen dürfen, rund 13 Mio. Euro Mittel zur Verfügung.

Die Projekte sind Teil der Studienerfolgsstrategie, nach der die sächsischen Hochschulen den Stand des Studienerfolges evaluierten und Konzepte für einen besseren Studienerfolg erarbeiten.

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